Umfrage bestätig Carsharing Trend

Bereits 1975 wurde in England das erste Carsharing Experiment unternommen und seitdem wächst die Zahl derer, die sich nicht mit Parkplätzen, Wartungskosten und KFZ Steuern herumschlagen wollen, stetig.

Wie der Bundesverband Carsharing informierte, haben 2012 insgesamt 450.000 Kunden verschiedene Carsharing Modelle in Anspruch genommen. Zur Verfügung wurden ihnen mehr als 11.000 Fahrzeuge von professionellen Carsharing Anbietern. Und ein Ende der Entwicklung ist noch lange nicht in Sicht. Gemäß Deutschen Mobilitätspanel entwickelt sich der Trend, kein eigenes Auto mehr in der Garage stehen zu haben. So nimmt die Zahl der 18 bis 35-Jährigen ab, die täglich ein eigenes Fahrzeug nutzen. Waren es in den 90er Jahren noch 58 Prozent, sind es heute nur noch 46 Prozent. Eine Zahl, die der steigenden Mobilität entgegen steht. So legten 2011 die Deutschen am Tag ca. 41 Kilometer zurück und benötigten dafür im Schnitt 83 Minuten.
Carsharing kann sich mittlerweile jeder zweite Autofahrer vorstellen. Betrachtet man die Zahlen der unter 30-Jährigen, steigt diese Zahl sogar auf 65 Prozent und bei den 30 bis 49-Jährigen 60 Prozent. Wie Martina Koederitz vom BITKOM-Präsidium betonte, ist Carsharing ein exzellentes Beispiel dafür, wie innovative Geschäftsmodelle in allen Branchen durch IT Technologien ermöglicht werden können.

Zurzeit existieren drei Modelle von Carsharing. Das stationsabhängige Carsharing bietet dem Kunden ein Auto für einen bestimmten Zeitraum an. Das kann ein paar Stunden oder sogar ein ganzer Tag sein. Abgeholt und abgestellt werden die Fahrzeuge an festgelegten Stationen oder Parkplätzen. Dieses Carsharing Modell ist vergleichbar mit dem klassischen Mietwagengeschäft. Einer der Hauptanbieter ist Flinkster.

Stationsunabhängige Angebote sind bei DriveNow oder Car2Go zu finden und werden vor allem von Kunden genutzt, die in der Stadt unterwegs sind. Hier sucht der angemeldete Nutzer per Smartphone App nach verfügbaren Autos in der Umgebung und bucht es direkt. Die Bezahlung erfolgt normalerweise pro Minute. Der Vorteil ist, dass das Auto nach der Fahrt auf jedem beliebigen Parkplatz abgestellt werden kann. Vergleichbar ist dieses Angebot mit einer Fahrt im Taxi, mit der Straßenbahn oder im Bus.

Beim dritten Modell finden sich Anbieter – also Autobesitzer – und Interessenten über Webplattformen. Der Autobesitzer stellt seinen Privatwagen gegen Gebühr und mit einem speziellen Versicherungsschutz, der in der Regel inklusive ist, anderen Autofahrern zur Verfügung. Treffpunkt ist unter anderem die Webplattform autonetzer.de

Alle gemachten Angaben sind Ergebnis einer repräsentativen Umfrage für den Hightech-Verband BITKOM, das vom Institut Aris durchgeführt wurde, und bei der mehr als 1.000 Deutsche ab 14 Jahre befragt wurden.